Write your translation here.Die grundlegende Absicht dieses Buches ist es, den Ursprung und das Schicksal des Universums so zu erklären, daß es für jedermann, vor allem auch für Nicht-Mathematiker verständlich ist. Es ist ein Buch über die Grenzen unseres Wissens, die der Autor oft berührt und manchmal überschreitet. Es geht daher mindestens so sehr um Philosophie wie um Wissenschaft.
Hawking gibt durchaus zu, daß wir nur über eine teilweise Erklärung unseres Universums verfügen (nämlich die Theorien der Schwerkraft und die Quantenmechanik), und daß wir noch weit vom Ziel einer einheitlichen Theorie entfernt sind, die das komplette Universum beschreibt. Er beschreibt Zeit als eine Eigenschaft des Universums, die vor dem Beginn des Universums nicht existent war.
Das Universum dehnt sich ständig aus. Diese Ausdehnung begann zu einem bestimmten Zeitpunkt (mit dem Großen Knall). Aber wie es enden wird, ist offen.
Hawking führt aus, daß in geschlossenen Systemen die Entropie (Unordnung) mit der Zeit zunimmt, wodurch die Zeit eine Richtung bekommt.
Daß nichts schneller als Licht sein kann, ist bekannt. Der Autor erklärt, warum dies so ist.
Aus diesem Grund sehen wir das Universum, wie es in der Vergangenheit ausgesehen hat.
Schwerkraft ist keine Kraft, sondern eine Konsequenz der Raum-Zeit-Krümmung.
Hawking akzeptiert, daß die Unschärfe (uncertainty) eine fundamentale Eigenschaft des Universums ist, in dem wir leben. Aber er zieht sich nicht auf das anthropische Prinzip zurück ("Wir sehen das Universum auf eine bestimmte Art. Denn wenn es anders wäre, wären wir nicht hier um es zu beobachten"), sondern untermauert seine Theorien auf wissenschaftlichen Gesetzen und Vernunft.
Selbst schon zu Lebzeiten eine Legende, zollt der Autor anderen großen Geistern der Wissenschaft Tribut. Es gibt kurze Abschnitte über Einstein, Galileo und Newton - sowohl über den Character der Person als auch über ihren wissenschaftlichen Beitrag.
Vielleicht versteht der Autor besser als die meisten, warum man das Individuum nicht von seiner Arbeit trennen kann.
Das Buch enthält auch ein nützliches Glossar, das ein Werk dieser Art auch benötigt.
Das Fachgebiet der "Kurzen Geschichte der Zeit" wurde früher schon von anderen Autoren eingehend behandelt. Was Stephen Hawkings Werk so besonders macht, ist die Autorität, die er mitbringt. Und was seine Arbeit einzigartig macht, ist seine physische Behinderung, die er überwinden mußte. Er war gleicherweise mutig beim Erforschen der Tiefen von Raum und Zeit wie beim Kampf gegen seine Krankheit. Seine An- und Einsichten sind umso wertvoller, als sie von einem der führenden Wissenschaftler unserer Zeit kommen.
Zum Abschluß diskutiert Hawkings kurz die Rolle des Schöpfers in der Schöpfung. Aber es ist ein Buch über Wissenschaft, nicht über Mystizismus. Wenn der Leser an Mystizismus (oder an einer Mischung aus Mystizismus und Wissenschaft) interessiert ist, möge er zu "Das Tao der Physik" von Fritjof Capra greifen.
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